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Vom Zimmermädchen zur Housekeeping-Fachkraft

03.09.2010  

Wirtschaftsbund-Abgeordneter NR Franz Hörl: "Neue Berufsbilder im Tourismus entstehen und müssen gefördert werden. Sozialpartner sind gefordert.“

„Moderner Tourismus braucht ausgezeichnete und vor allem flexible Dienstleistung, um bei den Gästen attraktiv bleiben und im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Daher müssen wir neue Berufsbilder erkennen und fördern. Die Sozialpartner sind gefordert, Konzepte zu entwickeln, wie ein entsprechendes Berufsbild und die dazu gehörende Ausbildung aussehen könnten“, erklärte der Tiroler VP-Nationalratsabgeordnete und Tourismussprecher der ÖVP, Franz Hörl.
Viele Hotelbetriebe suchten etwa jedes Jahr händeringend nach Housekeeping-Fachkräften, so der Wirtschaftsbund-Abgeordnete, der erläutert: „Das Aufgabengebiet, das früher vom ‚Zimmermädchen’ erledigt wurde, ist mittlerweile zum anspruchsvollen ‚Housekeeping’ geworden. Die Aufgaben reichen von umfassender Pflege von Zimmern bis hin zu Managementaufgaben in der Organisation und Mitarbeiterführung im Bereich Hauswirtschaft. Allein bei der Zimmerpflege ist heute schon umfassendes Wissen über Pflege einer hochwertigen Einrichtung – von den Zimmern bis zu den Bädern – erforderlich. Besonders in den höheren Kategorien unterscheiden sich Hotels in der Regel nicht mehr über die Ausstattung, sondern durch durchdachte, bestens organisierte und umgesetzte individuelle Dienstleistung ganz nach den Anforderungen des einzelnen Gastes. Und hier bringen Housekeeping-Fachkräfte das notwendige Wissen und vor allem die Umsetzung ein. Das tollste Dienstleistungskonzept ist wenig Wert, wenn keine engagierten und auch entsprechend ausgebildeten Fachkräfte zur Umsetzung zur Verfügung stehen.“

Der Aufgabenbereich der früheren ‚Zimmermädchen’ hat sich mit den Anforderungen an perfekte Gästebewirtung in einer anspruchsvollen Hotellerie stark weiterentwickelt. ‚Zimmermädchen’ waren früher meist Hausfrauen, die ihr Hauswirtschaftswissen im Beherbergungsbetrieb eingebracht haben. Die Anforderungen haben sich in Bezug auf Kundenservice, individuelle Dienstleistung für den (Stamm)Gast stark verändert und modernes Housekeeping könnte mit entsprechenden Ausbildungsangeboten in Zukunft ein attraktives sehr vielseitiges Berufsspektrum bieten und in den Regionen eine Vielzahl an flexiblen Arbeitsplätzen schaffen. Gerade WiedereinsteigerInnen und AlleinerzieherInnen können so in den Tourismusregionen interessante und vor allem flexible Arbeitsplätze finden.“

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