10.08.2010
Die Diskussion um eine Rot-Weiß-Rot-Card ist im vollen Gange. Eine zentrale Bedeutung hat dabei der Begriff "Schlüsselarbeitskräfte". Darunter werden hoch qualifizierte Fachkräfte auf Akademikerniveau verstanden. Für Wirtschaftsbund-Abgeordneten Franz Hörl ist diese Definition zu eng. "Schlüsselarbeitskräfte gibt es für mich in allen Bereichen, in denen die Wirtschaft einen eklatanten Engpass zu verzeichnen hat. Wo das ist, lässt sich leicht aufgrund der offenen Stellen beim AMS nachvollziehen", so Hörl.
Gerade im Tourismus sei der Arbeitsmarkt so gut wie ausgetrocknet. "Es ist nun einmal so, dass sich auch ein Vier- oder Fünfsternhaus nicht betreiben lässt, wenn Abwäscher, Küchenhilfen oder Zimmermädchen fehlen. Da nützt die beste Buchungssituation nichts – ohne die Besetzung dieser Stellen wackelt die Beschäftigung für die ganze Belegschaft", erklärt der VP-Tourismussprecher.
Für Franz Hörl braucht es daher wie von Wirtschaftsbund-Landesobmann Jürgen Bodenseer gefordert dringend eine praxisgerechte Erweiterung bei der Zuwanderung: "Wenn sich in Bereichen mit geringerer Qualifikation eklatante Engpässe auftun, sollten diese in die Definition der "Schlüsselarbeitskräfte" mit aufgenommen werden. Gerade im Tourismus ist eine derartige Änderung unumgänglich: Sonst wird es uns demnächst passieren, dass ein Hotelier zwanzig oder dreißig Leute heimschicken muss, weil niemand da ist, der die Teller abwäscht oder die Zimmer für neue Gäste bezugsfertig macht", warnt Franz Hörl.
Bildnachweis: Tirol Werbung
NR Franz Hörl fordert für den Tourismus eine praxisgerechte Definition des Begriffs "Schlüsselarbeitskräfte"
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