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LR Zoller-Frischauf: Gewerkschaft verkennt die Zeichen der Zeit

02.09.2010  

Otto Leist hat in einem Interview das alte neue Gesicht des ÖGB offen gelegt: Mauern bis zum Umfallen. Vor allem hat Leist in Richtung Unternehmer einige Aussagen getroffen, die nicht unwidersprochen bleiben dürfen. Landesrätin und WB-Bezirksobfrau für Innsbruck-Stadt, Patrizia Zoller-Frischauf, stellt klar: "Es gibt einen zarten Aufschwung – allerdings noch lange keinen Kuchen, der verteilt werden kann. Arbeitszeitflexibilisierung ist ein Gebot der Zeit und sichert Arbeitsplätze."

Wir müssen jetzt das zarte Pflänzchen des Aufschwungs pflegen – vollmundige Forderungen, 'den Kuchen' nun zu verteilen, der noch gar nicht da ist, sind das völlig falsche Signal", erklärt die Wirtschaftsbund-Landesrätin. "Zum einen sind die heimischen Betriebe in den letzen Monaten zur Bewältigung der Krise bis an die Grenzen ihrer finanziellen Möglichkeiten gegangen und haben Mitarbeiter gehalten, wo es nur gegangen ist. Zum anderen hält Leist an der typischen Gewerkschafter-Diktion vergangener Jahre fest: Der ÖGB will einen Kuchen verteilt haben, der definitiv noch gar nicht da ist", so die Landesrätin. Für Zoller-Frischauf geht es darum, die durch die Krise stark in Anspruch genommenen Firmen nun wieder zu stärken und gemeinsam die Zutaten für einen zukünftigen Wohlstandskuchen zuzubereiten.

"So wie es die Gewerkschaft angeht – hohe Lohnforderungen, keine Bereitschaft zur überfälligen Flexibilisierung, die Rückkehr zu alten Klassenkampf-Parolen – wird es keinen Kuchen geben, sondern werden nur Brösel übrig bleiben", erklärt die Wirtschaftsbund-Landesrätin.
Für die heimischen Betriebe bedeutet das im Klartext: "Der Markt ist unberechenbarer und schwankender denn je. Die Betriebe brauchen dringend flexiblere Arbeitszeiten, um sich diesem Rhythmus anpassen zu können. Nur so lassen sich Arbeitsplätze sichern", erklärt Zoller-Frischauf. Augenmaß verlangt die Landesrätin auch beiden KV-Verhandlungen: "Wir können nicht mehr verteilen, als da ist. Und wer in Zeiten wie diesen allen Ernstes Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich fordert, ist verantwortungslos gegenüber den Betrieben und den Arbeitnehmern", so die Landesrätin.


Bildnachweis: DPA

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