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Bodenseer: "Unternehmer und Mitarbeiter wollen flexiblere Arbeitszeiten"

13.07.2010  

Landesobmann Jürgen Bodenseer zeigt wenig Verständnis für die Gewerkschaft, die sich weiterhin gegen eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten stemmt. "Das ist ein Gebot der Zeit, da nur so Auftragsschwankungen ausgeglichen werden können. Flexible Arbeitszeiten sind mitarbeiterfreundlich, familienfreundlich und werden von vielen Beschäftigten auch gewünscht. "Wer offenbar einzig und allein absolut unflexibel ist, sind ewig-gestrige Gewerkschaftsfunktionäre", so der Landesobmann. Vor allem die Verlängerung der Durchrechnungszeiträume bedeute eine Verbesserung der Konkurrenzfähigkeit und führe damit zu einer höheren Arbeitsplatzsicherheit für die Belegschaft.

"Das Beispiel der Kurzarbeit hat eindrucksvoll gezeigt, wie verantwortungsvoll die Wirtschaft agiert. Von den knapp 6.000 Tiroler Arbeitnehmern in Kurzarbeit sind weniger als 500 übrig. Entgegen der Befürchtungen der Gewerkschaften ist es dadurch gelungen, Facharbeiter in auftragsschwachen Zeiten zu halten und wieder in die Produktion einzubinden", erklärt Bodenseer. "Zeitgemäße Flexibilisierungsregelungen können die komplizierten Kurzarbeits-Bestimmungen zu einem großen Teil ersetzen", erklärt der Wirtschaftsbund-Landesobmann.

Kein Verständnis hat Bodenseer für die Gewerkschaften, die Zugeständnisse bei der Arbeitszeitflexibilisierung mit Arbeitszeitverkürzungen bei vollem Lohnausgleich verbinden. "Wir sind in Europa gerade dabei, die größte Krise der letzten Jahrzehnte zu verdauen. Für realitätsfremde Forderungen wie kürzere Arbeitzeit bei gleichem Lohn ist null Spielraum", erklärt der Landesobmann. Die vorhandene Arbeit lasse sich im Falle von Arbeitszeitkürzungen auch nur in Einzelfällen auf mehrere Jobs aufteilen. Speziell in kleineren Betrieben ist das nicht möglich, kritisiert Bodenseer die aktuelle Gewerkschafts-Forderung als Milchmädchenrechnung.
"Mehr Flexibilisierung hilft somit der Wirtschaft, aber auch den Mitarbeitern", so Bodenseer. Gerade in kleineren und mittleren Betrieben gibt es eine hohe Bereitschaft von Mitarbeitern und Betriebsführung, gemeinsam je nach wirtschaftlichem Bedarf die Arbeitszeit individuell zu gestalten. Eine stärkere Flexibilisierung als arbeitnehmerfeindlich darzustellen – wie dies gerne seitens der AK und des ÖGB gemacht wird – ist falsch. Flexiblere Arbeitszeiten sind für beide Seiten ein Vorteil.


Bildnachweis: DPA

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