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Bodenseer: Privilegien weg, Leistungsprinzip her

12.08.2010  

Auch wenn sich die Politik – speziell auf Bundesebene – derzeit durch Untätigkeit auszeichnet: Der Reformbedarf in Verwaltung, beim Pensions- und Sozialsystem ist evident. "Über große Schritte wird seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten unter dem bekannten Stichwort 'Staats- und Verwaltungsreform' mit wenig Erfolg diskutiert", so Bodenseer, "jetzt sollte zumindest beim Dringendsten endlich begonnen werden", erklärt der Wirtschaftsbund-Landesobmann und nennt zwei Stichworte: "Privilegien und Leistung."

Parallelsysteme sind ungerecht und kosten Millionen

"Vordringlich ist, endlich mit den zig verschiedenen Parallel-Systemen und den nach wie vor existierenden Privilegien aufzuräumen", so Jürgen Bodenseer, der in diesem Zusammenhang die Sonderpensionsrechte bei ÖBB und Nationalbank sowie die wenig treffsichere Hacklerregelung nennt.

Leistungsprinzip schafft mehr Effizienz im Öffentlichen Dienst

Auch das Prinzip "Leistung" ist dem Landesobmann noch zu wenig im öffentlichen Dienst berücksichtigt. "Es hat zwar eine Modernisierung des Dienstrechtes, vor allem im Tiroler Landesdienst, gegeben. Speziell auf Bundesebene fehlt mir aber immer noch eine starke leistungsbezogene Komponente, die in der Privatwirtschaft völlig selbstverständlich ist. Nur wenn sich Mehrleistung auch tatsächlich am Gehaltskonto bemerkbar macht, wird sie auch erbracht", ist der Landesobmann überzeugt. "Auch Vorrückungen passieren derzeit automatisch – das ist falsch. Denn mit Vorrückungen sollten nur diejenigen belohnt werden, die sich durch besonderen Einsatz auszeichnen." Mit derartigen leistungsbezogenen Elementen lasse sich rasch und gerecht eine Effizienzsteigerung im Öffentlichen Dienst erreichen, so der Wirtschaftsbund-Landesobmann.



Bildnachweis: DSCSAG, t-grube

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