Lebenslanges Lernen ist eine Notwendigkeit, um in der Wissensgesellschaft bestehen zu können.
Österreichs KMU können im internationalen Vergleich auf hervorragend ausgebildete Fachkräfte verweisen. Diesen Standortvorteil Österreichs gilt es zu verstärken und weiter auszubauen. Daher muss ein stärkerer Focus auf pro-aktive Weiterbildung, insbesondere für jene Gruppe, die im Berufleben steht, gesetzt werden.- Weiterbildungsfreibetrag: Wir streben daher eine Verdoppelung des Weiterbildungsfreibetrags an bzw. alternativ der Prämie für Betriebe unter 20 Mitarbeiter sowie für betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen, die besonderen Zielgruppen (ältere Arbeitnehmer, Wiedereinsteigerinnen) zugute kommen.
- Koordinationsstelle für Lebenslanges Lernen: Weiters soll ein Regierungsbeauftragter für LifeLongLearning, der diesbezügliche Arbeiten in den unterschiedlichen Ministerien bündelt und koordiniert, eingesetzt, sowie eine Strategieentwicklungskommission für LifeLongLearning in Österreich eingerichtet werden, die im Anschluss an die Strategieentwicklung deren Umsetzung vorantreibt.
- Gezielte Projektförderung: Um Wettbewerb zu fördern bedarf es der Abkehr vom Prinzip der Objektförderung in der Weiterbildung, und der Entwicklung von innovativen Instrumenten zur Subjektförderung.
- Duale System mit modernen Strukturen: Um die notwendige Flexibilität für das Berufsleben zu erlangen, bedarf es modularer, flexibler Strukturen in der Lehrlingsausbildung. Diese Modernisierung der dualen Berufsausbildung durch Modularisierung von Berufsbildern muss mit der Verzahnung von Erstausbildung und lebenslangem Lernen einhergehen.
Im Schulwesen mangelt es an Leistungsstandards und Zielorientierung. Daher muss die Autonomie gesteigert werden, durch Verlagerung von Entscheidungsbefugnissen (bspw. Fächerangebot, Personal, Entlohnung) zum Schulleiter, die Einführung eines standardisierten Qualitätssicherungssystems sowie verpflichtender Leistungsstandards in der Pflichtschule. Betriebe müssen sich auf das bereits erlernte Niveau bei Pflichtschulabsolventen verlassen können. Persönliches Engagement der Lehrer über die reine Unterrichtsverpflichtung hinaus soll belohnt werden. Daher ist zu gewährleisten, dass das Gehaltsschema neben einem Fixbetrag auch einen variablen Teil vorsieht. Damit hat der Schulleiter die Möglichkeit, Leistungsanreize zu setzen, um Leistung und Engagement aber auch Lehrerfortbildung zu belohnen.


