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Journal:  Am Puls der Wirtschaft

03.02.2010

Die Stimmung im heimischen Tourismus ist nach wie vor positiv, auch die Buchungslage für die Wintersaison ist derzeit zufriedenstellend, erklärt VBgm. KommR Fritz Kaufmann, Spartenobmann Tourismus im aktuellen Kommentar für das WB-Journal.

Die Stimmung im heimischen Tourismus ist zwar tendenziell etwas vorsichtiger als im Vorjahr, aber trotzdem überwiegend positiv. Dies spiegelt sich auch in den ersten Statistiken für das Jahr 2009 wieder. Die Nächtigungszahlen im Zeitraum Jänner bis Oktober 2009 weisen ein Minus von 1,1 Prozent aus. Damit liegen wir aber noch immer um 2,5 Prozent über den Werten aus dem Vergleichszeitraum 2007. Der Einbruch bei den Nächtigungen ist vor allem auf die schlechten Wetterbedingungen und die Hochwassersituation im Juni und Juli zurückzuführen.

Zuwachs bei heimischen Touristen
Der Trend „nah statt fern“ hat sich in Niederösterreich bereits in den vergangenen Jahren gezeigt. 2009 hat sich diese Entwicklung noch weiter verstärkt. So konnten die niederösterreichischen Betriebe von Jänner bis Oktober bei den Inlandsnächtigungen ein Plus von 3,8 Prozent verbuchen. Hingegen gab es im Vorjahr Verluste auf den Auslandsmärkten (Deutschland -12,3 Prozent und Ungarn -8,7 Prozent). Diese Gäste müssen wir wieder zurückgewinnen.

Kurzfristiges Buchungsverhalten
Für die heurige Wintersaison erwarten die Betriebe durchaus einen guten Saisonverlauf. So war die Auslastung in den Weihnachtsferien in den Destinationen Waldviertel, Mostviertel und Wiener Alpen sehr gut. Wie uns in einer kurzen Umfrage die Betriebe meldeten, ist auch die Buchungslage an Wochenenden und in den Semesterferien durchaus gut. Auffallend ist, dass die Gäste immer kurzfristiger buchen und auch nicht mehr eine ganze Woche, sondern nur 3 bis 4 Tage bleiben. Ich denke, die so genannte Wirtschaftskrise
hat aber auf den Wintertourismus in Niederösterreich weniger Auswirkung, als die Schneesituation. Denn unsere Zielgruppen sind der Nahmarkt und die Kurzurlauber.

Nichtraucherschutz beibehalten
Für Unruhe sorgte zum Jahreswechsel die Ankündigung von Gesundheitsminister Stöger, die Nichtraucherschutz-Regelung in der Gastronomie zu evaluieren. Ich denke wir Tourismusbetriebe müssen uns gemeinsam stark machen, dass die derzeitige Regelung beibehalten wird. Denn wie Beispiele aus anderen Ländern zeigen, drohen bei strengeren Bestimmungen, nennenswerte Geschäftseinbrüche Die meisten blau-gelben Gastronomiebetriebe haben bereits die gesetzliche Regelung erfüllt. Dort wo es notwendig war, wurden Umbaumaßnahmen gemäß den Übergangsbestimmungen bereits eingeleitet. Vereinzelt mag es noch Probleme geben. Aber die meisten in den Medien hochgespielten Anzeigen werden von selbsternannten „Sheriffs“ erstattet, obwohl alle Auflagen erfüllt wurden.

Wählen gehen
Das Beispiel Nichtraucherschutz zeigt klar, dass wir im Tourismus einen starken Wirtschaftsbund und eine starke Kammer brauchen, um praxistaugliche Lösungen in der Politik durchzusetzen. Aber wer eine starke Vertretung will, muss sie auch wählen. Daher ersuche ich Sie, bei den Wirtschaftskammerwahlen von 28. Februar bis 2. März von Ihrem Wahlrecht gebrauch zu machen.

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