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Sonja Zwazl warnt: Verzögerungen im Straßenbau schlecht für Niederösterreichs Wirtschaft

19.05.2010

Sonja Zwazl, Landesgruppenobfrau des Wirtschaftsbundes und Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich, warnt vor zuletzt kolportierten Einsparungen beim Straßenbau. Konkret spricht sie die A5 Nord und die Weinviertel Schnellstraße an: „Es ist für Niederösterreichs Wettbewerbsfähigkeit entscheidend, geplante Straßen-Ausbauprogramm zügig voranzutreiben. Voll ausgebaute Verkehrswege sind Lebensadern der Wirtschaft.“

Auslöser dieser Warnung sind offensichtlich stockende Bundesmittel für den Ausbau des höherrangigen Straßennetzes in unserem Bundesland. Sowohl der A5 Nordautobahn von Schrick bis Drasenhofen wie auch der S3 Weinviertler Schnellstraße (von Hollabrunn bis Kleinhaugsdorf) drohen Verzögerungen – und ein Schmalspur-Ausbau.

Die richtige Verkehrsinfrastruktur stellt einen Turbo für die ganze Region dar, betont Zwazl. Und auch im Bau selbst sieht sie einen „Wachstumsbeschleuniger“, der gerade jetzt besonders wichtig ist. Als Beleg führt sie den Bau des südlichen Teilstücks der A5 an, bei dem etwa 1.500 Menschen Beschäftigung gefunden haben. Zugleich erwartet die Wirtschaftsbund-Chefin, dass auch auf tschechischer Seite zügig weitergebaut wird: „Wir brauchen möglichst rasch die prioritäre Straßenverbindung über Brünn bis an die Ostsee nach Danzig.“

Gerade die Anbindungen in Richtung Osten sieht Zwazl als ganz entscheidend für den gesamten blau-gelben Wirtschaftsstandort an. Das belegen auch jüngste Exportdaten: Tschechien lag 2009 mit exportierten Waren im Wert von 921 Mio. Euro auf Platz drei der Liste der wichtigsten niederösterreichischen Exportländer. Im Vergleich gingen nach Ungarn Warenexporte in der Höhe von 735 Mio., in die Slowakei 471 Mio. Die besondere Bedeutung dieser Anbindung zeigt aber der Export nach Polen, das gar kein direktes Nachbarland ist: Dorthin gingen im letzten Jahr Waren im Wert von 538 Millionen – Tendenz steigend.

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