Niederösterreichs Wirtschaftskammer-Präsidentin und Wirtschaftsbund-Obfrau Sonja Zwazl wehrt sich gegen die unseriösen Dauer-Attacken der Arbeiterkammer (AK) und verteidigt die heimischen Betriebe. Im Gegenzug fordert sie von der AK Konstruktivität statt Polemik.
„Die blau-gelben Betriebe nehmen die Verantwortung für die Lehrlingsausbildung sehr ernst. Sie haben es nicht verdient, durch unseriöse Dauer-Attacken der AKNÖ ständig in den Schmutz gezogen zu werden“, kontert Sonja Zwazl Aussagen von AKNÖ-Chef Hermann Haneder.Tatsache ist: Die meisten Lehrverträge werden im August und September abgeschlossen. „Und Tatsache ist auch, dass von den insgesamt fast 20.000 Lehrverträgen im Jahr 2009 über 18.500 auf die Betriebe entfallen sind – und das trotz der wirtschaftlich schwierigen Lage. Die Wirtschaft setzt also keineswegs auf überbetriebliche Ausbildungen."
Zwazl fordert die AKNÖ auf, endlich gemeinsam an wirklichen Verbesserungen im Lehrlingsbereich zu arbeiten – etwa für eine verpflichtende Berufsorientierung in der 7. Schulstufe. „Plumpe und polemische Kritik ist einfach, bringt aber keinen Deut an Verbesserungen. Konstruktivität ist gefragt.“
Unnötige Panikmache
Auch die für den NÖ Arbeitsmarkt zuständige Landesrätin Johanna Mikl-Leitner versteht die AK-Panikmache um einen angeblichen Lehrstellenmangel nicht. Sie fordert ein Ende derselben: „Das schadet der Wirtschaft und stimmt auch nicht. In Niederösterreich gibt es derzeit 1.350 Lehrstellensuchende. Dem stehen über 1.000 verfügbare offene Lehrstellen und 1.700 geförderte, überbetriebliche Lehr-Ausbildungsplätze gegenüber. Tatsache ist, dass im Juli die Jugendarbeitslosigkeit bei den 15 bis 19-Jährigen um 10,3 Prozent zurückgegangen ist.“



