Der Wirtschaftsbund (WB) sorgt sich um die Gemeinden als Auftraggeber für kleine und mittlere Unternehmen. Sinken die Ertragsanteile, gäbe es auch weniger Aufträge an die Wirtschaft. "Mit Investitionen von 2,1 Milliarden Euro im Jahr 2008 allein in Oberösterreich waren die Kommunen wichtige Partner für die lokale Wirtschaft. 75 Prozent der öffentlichen Ausschreibungen gehen an kleine und mittlere Betriebe", sagt Peter Haubner, Generalsekretär der VP-Teilorganisation.
Die Grenze, ab der EU-weit ausgeschrieben werden müsste, sollte dauerhaft bei 100.000 Euro bleiben. Im Zuge der Konjunkturförderungsmaßnahmen war diese Grenze von 40.000 auf 100.000 Euro erhöht worden - allerdings befristet bis Ende 2010.Haubner will in den Bundesländern auch Stimmung für eine Lieblingsforderung von WB-Chef Christoph Leitl machen: den Handwerkerbonus. Dabei sollen durch Rechnungen belegte Dienstleistungen von Handwerkern als Sonderausgabe in der Steuererklärung mit 20 Prozent geltend gemacht werden können. Nach WB-Argumenten würde dies bis zu ein Viertel des Pfusches ins Gewerbe und Handwerk zurückholen und sich so selber finanzieren. Allein in Oberösterreich wäre das ein Volumen von 800 Millionen, von dem vor allem kleine Betriebe profitieren würden.
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 23.01.2010



