Im Jahr 2011 hat der Österreichische Wirtschaftsbund zahlreiche Forderungen für die heimischen Betriebe umgesetzt: So wurde z.B. die erleichterte Vergabe öffentlicher Aufträge an regionale Unternehmen verlängert oder auch die Lohnnebenkostenbefreiung für den ersten Mitarbeiter erweitert. Weitere Wirtschaftsbund-Erfolge für die Österreichischen Unternehmen finden Sie hier.

Der Wirtschaftsbund hat sich erneut für die Verlängerung der so genannten „Schwellenwerte-Verordnung“ stark gemacht. Die öffentliche Hand hat dadurch die Möglichkeit, Aufträge von bis zu 100.000 Euro unbürokratisch an KMU in der Region zu vergeben. In der Bau-Branche sind Auftragsvergaben von bis zu einer Million Euro möglich. Wie vom Wirtschaftsbund gefordert, gelten diese Schwellenwerte durch die Verlängerung um ein Jahr nun jedenfalls bis Ende 2012, und auch für 2013 sind transparente Auftragsvergaben schon jetzt sichergestellt. Die öffentliche Hand spart sich Verwaltungskosten und im Gegenzug werden die Betriebe in der Region gestärkt.

Der Wirtschaftsbund war auch mit seiner Forderung nach Verlängerung der thermischen Gebäudesanierung erfolgreich. Seit 2011 stehen für vier Jahre je 100 Millionen Euro als Bundesförderung zur Verfügung. In Summe werden somit 400 Millionen Euro bis 2014 für private wie betriebliche Sanierungsmaßnahmen aufgewendet. Durch diese punktgenaue Förderung wird ein wesentlicher Impuls für die heimischen Betriebe gesetzt, und auch Umwelt sowie Staatsaushalt profitieren. Damit ergibt sich eine dreifache Win-Situation. Insgesamt werden durch die vom Bund bereit gestellten 400 Millionen Euro etwa 2,7 Milliarden Euro an Investitionen ausgelöst und darüber hinaus 40.000 Arbeitsplätze geschaffen bzw. gesichert.

Der Wirtschaftsbund hat unter anderem weitere Erleichterungen für Jungunternehmer erreicht: Mit 1. Jänner 2012 gilt eine erheblich erweiterte Lohnnebenkostenförderung für den ersten Mitarbeiter durch den Wegfall des bisher bestehenden Alterslimits von 30 Jahren. Dadurch werden Unternehmer von lohnabhängigen Abgaben entlastet und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen.

Nach den Plänen des SPÖ-Gesundheitsministers sollte Österreichs Betrieben die Finanzierung der Lebensmittelagentur AGES in Form eines Gesundheits- und Ernährungssicherheitsbetrages maßgeblich aufgebürdet werden. Von der geplanten finanziellen Belastung wären ca. 100.000 Betriebe betroffen gewesen – mit Kosten von bis zu 50.000 Euro pro Jahr und Unternehmen. Nach harten und zähen Verhandlungen seitens des Wirtschaftsbundes wurden diese Pläne schließlich verworfen. Die Belastung für die Betriebe wurde verhindert – stattdessen soll die AGES samt der gesamten Lebensmittelkontrolle hinsichtlich ihrer Struktur und ihrer Finanzierung reformiert werden.

Kredite sind für viele Unternehmen eine große Herausforderung. Umso wichtiger ist die vom Wirtschaftsbund erreichte Abschaffung der Kreditvertragsgebühr seit 1.1.2011. Sie bringt für Österreichs Unternehmen Einsparungen von rund 80 Millionen Euro.

Für Klein- und Mittelbetriebe, die über keine Betriebsstätte im Ausland verfügen, war der große Verwaltungsaufwand für ein Tätigwerden außerhalb Österreichs bisher besonders nachteilig. Mit dem neuen Dienstleistungsgesetz, für das sich der Wirtschaftsbund erfolgreich engagiert hat, haben in Zukunft auch KMUs die Chance ihre Leistungen verstärkt in anderen EU-Ländern anzubieten und uneingeschränkt aus dem gemeinsamen Markt Nutzen zu ziehen. Herzstück der Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie ist die Erleichterung von grenzüberschreitenden Behördenwegen für Unternehmer/innen.

Der Fachkräftemangel wird für immer mehr Unternehmen zum Problem. Daher hat sich der Wirtschaftsbund von Anfang an für die „Rot-Weiß-Rot-Card“ eingesetzt, wodurch Österreich nun eine Vorreiterrolle in Europa einnimmt: Mit einem kriteriengeleiteten Zuwanderungssystem können international mobile, hochqualifizierte Menschen künftig bereits im Ausland feststellen, ob sie zuwandern und in Österreich arbeiten dürfen. Der wichtigste Orientierungspunkt ist der Bedarf am Arbeitsmarkt. Eine qualifizierte Zuwanderung schafft Wachstum und Arbeitsplätze und trägt massiv zur Sicherung unserer sozialen Netze bei, was angesichts der demographischen Entwicklung Österreichs von vorrangiger Bedeutung ist.



